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Ein lächelndes Paar hält sich rote Papierherzen vor die Augen und posiert spielerisch zusammen in einem Haus. Beide wirken glücklich und nah beieinander und schaffen eine lustige und liebevolle Atmosphäre.
Bild: AdobeStock - Karen
VorsorgenGeldfragen

Gemeinsam planen, gemeinsam sparen

Marie-Luise Otto

Der Valentinstag erinnert uns daran, was im Alltag manchmal zu kurz kommt: Zeit füreinander, Wertschätzung – und gemeinsame Träume. Neben Blumen und kleinen Aufmerksamkeiten ist dieser Tag auch ein guter Anlass, über die Zukunft zu sprechen. Denn Liebe zeigt sich nicht nur im Moment, sondern auch darin, wie wir gemeinsam planen. Ob erste gemeinsame Wohnung, eine lange Reise, die eigene Familie oder einfach mehr finanzielle Sicherheit: Gemeinsame Träume brauchen gemeinsame Ziele – und einen Plan, der zu beiden passt.

Nahaufnahme von zwei Personen; eine hält ein rosa Sparschwein, während die andere eine Münze hineinwirft, was das Sparen von Geld oder die Finanzplanung symbolisiert.
Bild: AdobeStock - Rido

Wenn aus „ich“ ein „wir“ wird – auch bei den Finanzen

Am Anfang einer Beziehung spielen Geldfragen oft eine Nebenrolle. Doch spätestens, wenn größere Anschaffungen oder Lebensentscheidungen anstehen, wird klar: Finanzielle Themen lassen sich nicht dauerhaft ausklammern.
Unterschiedliche Vorstellungen sind dabei ganz normal. Wichtig ist, offen darüber zu sprechen – ohne Vorwürfe, dafür mit gegenseitigem Verständnis.

Ein guter erster Schritt:

  • Welche Wünsche und Ziele haben wir jeweils?
  • Was ist uns kurzfristig wichtig, was langfristig?
  • Wie viel Sicherheit brauchen wir, um uns wohlzufühlen?

Gemeinsame Ziele klar definieren

Träume werden greifbar, wenn man sie konkret macht. Statt „Wir wollen irgendwann ein Haus“ hilft es, genauer zu werden:
Wann? Wo? In welchem Rahmen?

Typische gemeinsame Ziele von Paaren sind zum Beispiel:

  • eine erste gemeinsame Wohnung oder ein Eigenheim
  • eine Hochzeit oder eine längere Reise
  • Rücklagen für Kinder oder Elternzeit
  • finanzielle Sicherheit für unerwartete Situationen

Je klarer das Ziel, desto leichter lässt sich der Weg dorthin planen.

Ein kleines Modellhaus und Schlüssel liegen auf einem Tisch im Mittelpunkt, während ein unscharfes Paar im Hintergrund Dokumente unterzeichnet, was auf ein Immobilien- oder Hauskaufszenario hindeutet.
Bild: AdobeStock - inthasone
Eine lächelnde dreiköpfige Familie posiert im Freien, wobei ein junges Mädchen auf den Schultern einer Frau sitzt und ein Mann neben ihnen steht. Alle lachen und genießen einen sonnigen Tag mit viel Grün im Hintergrund.
Bild: AdobeStock_-CineLens2024/peopleimages
Ein lächelndes Paar sitzt zusammen an einem Schreibtisch, hält sich an den Händen und blickt auf eine Person, die ihnen gegenüber sitzt, möglicherweise ein professioneller Berater oder Consultant. Auf dem Schreibtisch liegen Papiere und ein Taschenrechner.
Bild: AdobeStock - contrastwerkstatt

Schritt für Schritt sparen

Nicht jedes Paar muss alles komplett zusammenlegen. Entscheidend ist, dass sich beide mit der Lösung wohlfühlen. Für viele bewährt sich eine Kombination aus:

  • eigenen Konten für persönliche Ausgaben
  • einem gemeinsamen Konto oder Sparplan für gemeinsame Ziele

Regelmäßige, feste Sparbeträge – auch kleine – sorgen für Struktur und geben ein gutes Gefühl. Denn jeder Fortschritt zeigt, dass beide etwas für die gemeinsame Zukunft tun.

Doch Achtung, hier ein Hinweis von unserem Experten Felix Leonhardt (YoungProfessionals bei der Kreissparkasse Waiblingen):

Die Krux liegt im § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG: Werden Beträge auf ein Gemeinschaftskonto (Oder-Konto) eingezahlt, entsteht nach § 439 Abs. 1 BGB die Vermutung, dass das Guthaben beiden zur Hälfte gehört. Bei Unverheirateten liegt der Freibetrag bei lediglich 20.000 € innerhalb von 10 Jahren. Da diese Grenze schnell erreicht ist, droht hier eine unnötige Steuerlast. Bei Ehegatten ist das Risiko durch den Freibetrag von 500.000 € deutlich geringer, aber bei hohen Vermögenswerten dennoch vorhanden. 

Führt besser ein Gemeinschaftskonto nur für die laufenden gemeinsamen Kosten (Miete, Lebensmittel, Strom) und nicht als Hauptkonto für Ersparnisse.  

Denn: Kritisch wird es erst, wenn vom Gemeinschaftskonto private Schulden eines Partners getilgt werden oder hohe Ersparnisse für die spätere Vermögensbildung (z. B. ein Aktiendepot, gemeinsames Auto/Urlaube) angesammelt werden. 

Nutzt die getrennten Konten mit wechselseitiger Vollmacht als sicherere Alternative. Und bei hohen Einzahlungen besser einen schriftlichen Vertrag schließen, der regelt, wem das Geld gehört.

Am besten lässt ihr euch die Möglichkeiten persönlich von eurer Beraterin oder eurem Berater aufzeigen.

Bild: AdobeStock - astrosystem

Geld als Verbindung, nicht als Konflikt

Finanzielle Planung muss keine Belastung sein. Im Gegenteil: Wer offen über Geld spricht und gemeinsam Entscheidungen trifft, schafft Vertrauen und Verlässlichkeit.
Regelmäßige Gespräche helfen dabei, den Überblick zu behalten:

  • Passt unser Sparziel noch zu unserer aktuellen Lebenssituation?
  • Haben sich Prioritäten verändert?
  • Können oder wollen wir unsere Sparrate anpassen?

So bleibt der gemeinsame Plan flexibel.

Gemeinsam planen, individuell beraten lassen

Jede Partnerschaft ist anders. Was für das eine Paar funktioniert, passt für das andere vielleicht nicht. Eine persönliche Beratung kann helfen, die eigenen Wünsche zu sortieren und realistische Wege aufzuzeigen – egal, ob es um Sparziele, Absicherung oder langfristige Planung geht.

Marie-Luise Otto

Referentin Unternehmenskommunikation


marie-luise.otto@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation


marie-luise.otto@kskwn.de

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