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AnlegenVorsorgenGeldfragen3 min.

Sparplan: Warum du lieber heute als morgen starten solltest

Katrin Bühner

Mit kleinen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen

Viele Menschen möchten Geld sparen oder investieren, wissen aber nicht genau, wie sie anfangen sollen. Die gute Nachricht: Für den Vermögensaufbau braucht es weder ein großes Startkapital noch umfangreiches Börsenwissen. Ein Sparplan ermöglicht es, regelmäßig einen festen Betrag anzulegen und Schritt für Schritt Vermögen aufzubauen.

Doch wie funktioniert ein Sparplan eigentlich? Für wen eignet er sich? Und worauf sollte man achten, bevor man loslegt? Wir haben mit unserem Experten Felix gesprochen. Er erklärt, warum Zeit beim Investieren oft wichtiger ist als die Höhe der Sparrate und welche Fehler du vermeiden solltest.

Bild: KSK WN

Felix ist Berater bei unseren Young Professionals – einer Einheit, die speziell für unsere jungen Kundinnen und Kunden da ist. Wir durften ihm einige Fragen zu Sparplan, Investments & Co. stellen.

Wie funktioniert ein Sparplan?

Ein Sparplan sorgt dafür, dass jeden Monat automatisch ein festgelegter Betrag vom Girokonto abgebucht, ausgeführt und investiert wird – meist in Wertpapiere. Es bietet sich an, den Zeitpunkt auf kurz nach den Gehaltseingang zu legen, ganz nach dem Motto „bezahle dich selbst als erstes“.

Für wen eignet sich ein Sparplan besonders?

Ein Sparplan eignet sich grundsätzlich für alle Menschen, egal welchen Alters. Besonders sinnvoll ist er jedoch für Personen, die nicht direkt große Summen auf einmal investieren können, um jeden Monat einen kleinen oder großen Beitrag auf die Seite zu legen.

Was hält Menschen deiner Erfahrung nach am häufigsten davon ab, mit einem Sparplan zu starten?

Am häufigsten liegt es an fehlendem Wissen, wie viel man sparen sollte oder wie man sein Geld am besten anlegt – aufgrund der Masse an Angeboten fällt es schwer, sich für etwas konkret zu entscheiden.

Welche Rolle spielt der Faktor Zeit beim Sparplan?

Die Zeit ist der wichtigste Faktor beim Sparen, da es durch tägliche Schwankungen an der Börse nie vorhersehbar ist, wann der beste Zeitpunkt ist. Durch einen regelmäßigen Sparplan nutzt man sowohl starke als auch schwache Börsenphasen aus und kann so im Schnitt mehr Anteile erwerben. Da es Jahre geben kann, die starke Renditen (Gewinne) abwerfen, aber auch schwache Renditen, ist es umso wichtiger, immer investiert zu sein und den Sparplan regelmäßig auszuführen.

Worauf sollte man achten, wenn man einen Sparplan einrichtet?

Man sollte sich vorab mit seiner eigenen Risikotoleranz und seiner individuellen Lebenssituation vertraut machen – benötige ich in den kommenden Monaten Geld, habe ich genug „Notgroschen“ auf der Seite für unvorhersehbare Ausgaben? Wie lange kann ich das Geld investiert lassen? Um den Betrag zu ermitteln, empfiehlt es sich eine Haushaltsrechnung zu machen: Dafür einfach Fixkosten, Ausgaben, Einnahmen gegenüberstellen. Der übrige Betrag ist dann investierbar.

Wie flexibel sind Sparpläne, wenn sich die eigene Lebenssituation verändert?

Sparpläne lassen sich jederzeit flexibel erhöhen, senken, löschen oder neu einrichten. Deutlich wichtiger ist es, sich vor dem Investment damit zu beschäftigen, ob das investierte Geld auch die nötige Zeit für einen arbeiten kann oder ob man es in den kommenden Monaten doch benötigt.

Bild: Pexels / RDNE Stock Project

Welche typischen Fehler sollte man beim Sparen und Investieren vermeiden?

Investiere in nichts, was du nicht selbst verstehst – egal wie toll der Investmenttipp sein sollte. Zudem sollte man seine Sparrate in verschiedene Zeithorizonte einteilen: Kurzfristig, mittelfristig, langfristig.

Zum Beispiel bietet sich eine zusätzliche Altersvorsorge mit Steuervorteilen mehr für die Rente an als ein klassischer Sparplan ins Depot. Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht ratsam, kurzfristig zu wenig Geld auf der Seite zu haben, da man ansonsten eventuell seine Investments im Minus oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen muss.

Was würdest du jemandem sagen, der unsicher ist, ob er einen Sparplan anlegen soll?

Jeder Tag zählt – auch wenn es nur 50€ sind: Fang heute noch an. Je früher man sich daran gewöhnt, dass nebenher noch etwas angespart wird, desto mehr hat man in der Zukunft davon. Außerdem: Auch an schlechten Tagen nicht entmutigen lassen und das Investment einfach laufen lassen, sich nicht so viele Gedanken machen und am besten nur wenige Male im Monat drüber schauen.

Katrin Bühner

Referentin Unternehmenskommunikation
katrin.buehner@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation
katrin.buehner@kskwn.de

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