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Ein Paar lässt sich zum Thema Finanzen beraten
Bild: Yunus Yazici
BezahlenFinanzierenVorsorgenGeldfragen6 min.

Finanzen in der Partnerschaft: Tipps von einem Bankberater

Katrin Bühner

Geld ist in vielen Beziehungen ein sensibles Thema. Gerade wenn man zusammenlebt oder gemeinsame Kinder hat, ist es jedoch unumgänglich, sich darüber Gedanken zu machen. Dann stellen sich die folgenden Fragen: Gemeinsames Konto oder doch lieber getrennte Finanzen? Wie lassen sich große Ziele wie eine Immobilie oder die Altersvorsorge am besten planen? Und worauf sollten Paare achten, wenn ein Partner in Teilzeit arbeitet?

Darüber haben wir mit einem Berater aus unserem Haus gesprochen.

Welche Finanzmodelle gibt es für die Partnerschaft. Welches ist besonders empfehlenswert?

Ich empfehle grundsätzlich sowohl gemeinsame als auch getrennte Anlagen. Hierzu zählen neben den Girokonten auch Depots, Versicherungen oder Sparkonten für Urlaube oder kurzfristige Ausgaben. Ich stelle die unterschiedlichen Möglichkeiten vor und lasse die Kundinnen und Kunden selbst entscheiden, ob sie die Anlageformen getrennt oder gemeinschaftlich umsetzen möchten. Da gibt es ganz verschiedene persönliche Einstellungen.

Bei der Variante Einzelkonto/-depot empfehle ich, immer eine Vorsorgevollmacht für den Partner oder die Partnerin zu erteilen. Bei der Wahl der Modelle hängt es stark davon ab, ob beide Seiten einen ähnlichen Wissensstand in puncto Finanzthemen haben. Wenn das der Fall ist, gibt es meistens zwei Einzelkonten und optional ein gemeinschaftliches Konto. Ich persönlich halte die Variante mit den beiden einzelnen Girokonten plus ein gemeinschaftliches Konto für das beste Modell und lege das auch meinen Kundinnen und Kunden nahe.

Die Vor- und Nachteile verschiedener Finanzmodelle im Überblick.

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Finanzmodelle im Überblick.

Wie sollten Paare am besten gemeinsame finanzielle Ziele planen?

Ich halte es für sinnvoll und wichtig, dass sich Paare grundsätzlich über gemeinsame Ausgaben Gedanken machen und austauschen. Vor allem beim Eigenheimerwerb ist ein gemeinschaftlicher Plan aber unabdinglich, da beide Parteien in der Immobilie leben. Hier ist es entscheidend, eventuelle Elternzeiten oder einen Ausfall durch Schwangerschaft zu berücksichtigen.

Auch beim Thema Altersvorsorge und Vorsorgeplanung wird eine solide Planung immer wichtiger. Im Normalfall baut sich hier jede Seite ihre eigenen Vorsorgevertrag auf. Dabei gibt es oft unterschiedliche Ansichten, in welcher Höhe eine Altersvorsorge sinnvoll ist bzw. ob sie überhaupt sinnvoll ist. Sobald Paare allerdings Kinder planen, ist ein gemeinsamer Plan unumgänglich. Meistens bleibt eine Person länger zu Hause, verdient weniger und verliert Rentenpunkte. Das kann die andere Person durch einen Ausgleichvertrag ausgleichen. Allerdings ist das in der Praxis leider noch nicht so weit verbreitet.

Welche „Finanzfallen“ gibt es?

Man muss vorsichtig sein, wenn es um das Thema Steuer bei Schenkung oder Erbschaft geht. Auch hier gibt es Freibeträge, die man überschreiten kann. Auch zu beachten ist, dass mehrere aktive Konten auch mehr Kosten mit sich bringen und sich die Kundinnen und Kunden darüber im Klaren sein müssen. Diese Kosten können aber zum Teil über die Steuererklärung geltend gemacht werden.

Was sollte man beachten, wenn eine Person in Teilzeit arbeitet?

Man sollte sich vor allem in dieser Konstellation gemeinsam Gedanken machen, wie die Zukunft aussehen soll. Man hat einen gemeinsamen Lebensstandard, der von beiden gelebt wird. Die Unterschiede im Einkommen sind sowohl im Arbeitsleben als auch im Rentenalter nicht zu unterschätzen. Ausgleichszahlungen sind eine Möglichkeit, diese Lücke zu verkleinern. Das kommt aber so gut wie nicht mehr vor.

Heutzutage übernimmt in der Regel die Person mit dem höheren Einkommen Darlehensraten, Versicherungen und Haushaltskosten. Die Person in Teilzeit erhält zudem häufig das Kindergeld. Im Hinblick auf die Altersvorsorge sind vor allem Vorsorgeverträge eine sinnvolle Lösung.


Wir haben drei Mitarbeitende der Kreissparkasse befragt, wie sie Finanzen in ihrer Partnerschaft handhaben. Die Antworten lest ihr im Slider.

Katrin Bühner

Referentin Unternehmenskommunikation
katrin.buehner@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation
katrin.buehner@kskwn.de

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