
Deine erste Wohnung – was du wissen solltest.
Endlich in den eigenen vier Wänden
Du ziehst in Kürze in deine erste eigene Wohnung? Glückwunsch – das ist ein riesiger Schritt im Leben eines jungen Erwachsenen, der dir vor allem viele neue Freiheiten ermöglicht. Mit dieser Freiheit kommt allerdings auch eine gewisse Verantwortung: Miete, Versicherungen & Co. – all das solltest du auf dem Schirm haben, bevor du die Wohnung beziehst. In unserem Beitrag geben wir dir einen kleinen, aber feinen Überblick, welche Kosten auf dich zukommen und was du sonst noch alles beachten solltest.
Wie teuer darf die Miete sein?
Du hast deine Traumwohnung also gefunden: Aufteilung, Lage – alles passt. Aber passt auch die Miete? Eine alte Faustregel besagt, dass die Warmmiete nicht mehr als ein Drittel deines Nettoeinkommens ausmachen sollte. Aufgrund der insgesamt hohen Mietpreise ist das aber gerade in deutschen Großstädten inzwischen eher unrealistisch – dort können häufig gut 40 oder sogar 50% des Nettogehalts für die Miete draufgehen.
Deswegen gilt: Überlege dir im Voraus, welche Kosten sonst noch in deinem Leben anfallen. Hast du beispielsweise ein Auto, teure Hobbys oder verreist du gerne? Hast du auch Rücklagen mit einberechnet? Wenn du diese Posten kennst, weißt du, wie hoch deine Miete maximal sein darf, damit du keine Abstriche bei deinem Lebensstil und bei deiner Vorsorge machen musst.

Diese Fixkosten kommen auf dich zu
Die Miete ist zwar meistens der größte monatliche Posten, aber längst nicht der einzige. Gerade bei der ersten eigenen Wohnung lohnt es sich, einmal alle regelmäßigen Ausgaben zusammenzutragen. So bekommst du einen realistischen Überblick darüber, wie viel Geld dir am Ende des Monats tatsächlich zur Verfügung steht.
Zu den typischen laufenden Kosten gehören:
- Miete und gegebenenfalls Stellplatz oder Garage
- Nebenkosten wie Heizung und Wasser
- Strom
- Internet und gegebenenfalls Telefon
- Rundfunkbeitrag
- Versicherungen, zum Beispiel eine private Haftpflichtversicherung und – je nach Situation – eine Hausratversicherung
- Weitere regelmäßige Ausgaben, etwa für Mobilität, Streaming-Abos, Fitnessstudio oder andere Verträge
Ein kleiner Tipp: Die meisten Menschen neigen dazu, kleinere regelmäßige Ausgaben zu unterschätzen. Hier 3 Euro für einen Kaffee, dort 15 Euro für ein Mittagessen mit Kollegen – das summiert sich schnell. Deshalb solltest du auch solche Ausgaben in deine monatliche Planung aufnehmen.
Einmalige Kosten: Damit solltest du rechnen
Neben den monatlichen Fixkosten können rund um den Umzug einige größere Ausgaben auf einmal anfallen. Dazu gehört vor allem die Mietkaution. Sie darf bei Wohnraummietverhältnissen grundsätzlich höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Je nach Miethöhe kann also bereits für die Kaution eine größere Summe zusammenkommen.
Dazu kommen möglicherweise:
- Umzugskosten, zum Beispiel für ein Mietfahrzeug oder ein Umzugsunternehmen
- Möbel und Ausstattung für die Wohnung
- Renovierungsarbeiten, sofern diese notwendig und vereinbart sind
- Lampen, Vorhänge und andere Kleinigkeiten, die man beim ersten Einrichten gerne vergisst
Gerade Möbel und Haushaltsgegenstände können schnell teuer werden. Du musst aber nicht alles auf einmal neu kaufen. Überlege dir, was du wirklich sofort brauchst und was auch nach und nach angeschafft werden kann.
Tipp: Auch gebrauchte Möbel zu kaufen, kann eine Option sein. Damit sparst du nicht nur Geld, sondern tust auch der Umwelt einen Gefallen.
Checkliste für deine erste eigene Wohnung
Damit du beim ganzen Umzugsstress nichts Wichtiges vergisst, haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal für dich zusammengefasst:
Vor dem Einzug
☐ Wohnung besichtigen und Zustand prüfen
☐ Mietvertrag in Ruhe durchlesen
☐ Monatliche Kosten und Einnahmen gegenüberstellen
☐ Kaution einplanen
☐ Strom und Internet organisieren
☐ Gegebenenfalls Versicherungen prüfen
☐ Umzug und notwendige Anschaffungen planen
Beim Einzug
☐ Übergabeprotokoll gemeinsam mit der Vermieterin oder dem Vermieter ausfüllen
☐ Zählerstände fotografieren und notieren
☐ Vorhandene Schäden dokumentieren
☐ Anzahl der übergebenen Schlüssel prüfen
☐ Wohnung auf Zustand kontrollieren
Nach dem Einzug
☐ Neue Adresse bei wichtigen Stellen mitteilen (zum Beispiel Einwohnermeldeamt und Arbeitgeber)
☐ Rundfunkbeitrag anmelden bzw. Zuständigkeit klären
☐ Daueraufträge und regelmäßige Zahlungen einrichten
☐ Versicherungen über die neue Wohnsituation informieren
☐ Prüfen, ob weitere Verträge angepasst werden müssen
☐ Notgroschen weiter aufbauen







