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Geldfragen4 min.

Vom Brutto zum Netto: Steuern & Steuerklassen einfach erklärt

Katrin Bühner

Viel Brutto, wenig Netto?

Jeder Angestellte kennt es: Auf dem Konto landet deutlich weniger Geld als im Arbeitsvertrag steht. Dass der Grund hierfür unter anderem Steuern sind, weißt du sicher bereits. In unserem Beitrag erfährst du, welche Abzüge genau den Unterschied zwischen Brutto und Netto ausmachen.

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Die Einkommensteuer: der größte posten

Wenn du dir deine Gehaltsabrechnung anschaust, fällt dir sicher direkt ein besonders großer Abzug ins Auge: Die Einkommensteuer, die – wie der Name schon sagt – auf Einkommen erhoben wird. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer auf den Arbeitslohn unterjährig als Lohnsteuer erhoben und vom Arbeitgeber direkt an das Finanzamt abgeführt. Die Höhe der Lohnsteuer hängt unter anderem von deinem Einkommen, deiner Steuerklasse und weiteren persönlichen Merkmalen ab. Dabei gilt ein progressiver Steuertarif: Mit steigendem zu versteuernden Einkommen steigt grundsätzlich auch der Steuersatz.

Falls du Mitglied in einer Religionsgemeinschaft wie der römisch-katholischen Kirche oder einer evangelischen Landeskirche bist, fällt für dich eine Kirchensteuer an. Diese beträgt in Baden-Württemberg 8% der Lohnsteuer.

Nicht alle Abzüge sind Steuern

Neben Steuern werden auch Beiträge für die sogenannten Sozialversicherungen direkt vom Brutto-Gehalt abgezogen:

  • Krankenversicherung: Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,60 %. Dazu kommt ein einkommensabhängiger Zusatzbeitrag, den die Krankenkassen selbst festlegen. Für das Jahr 2026 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 2,9 %.
  • Rentenversicherung: 18,60 %
  • Pflegeversicherung: 3,6 %. Kinderlose ab 23 Jahren zahlen zusätzlich einen Zuschlag von 0,6 %. Für Eltern mit mehreren Kindern gelten Beitragsabschläge.
  • Arbeitslosenversicherung: 2,60 %

Die Beiträge zur Sozialversicherung werden grundsätzlich von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam getragen. Es gibt allerdings Ausnahmen, zum Beispiel beim Zuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung.

Warum zahlen Menschen unterschiedlich hohe Steuern?

Selbst wenn zwei Personen das gleiche Brutto-Gehalt erhalten, kann es sein, dass sie unterschiedlich viel Netto bekommen. Das liegt unter anderem an der Besteuerung. Die Steuerklasse beeinflusst vor allem, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird. Sie bestimmt aber nicht die endgültige Einkommensteuer für das gesamte Jahr.

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Was passiert bei der Steuererklärung?

Mit der Einkommensteuererklärung gibst du dem Finanzamt deine steuerlich relevanten Angaben für das vergangene Jahr an. Dazu gehören beispielsweise deine Einkünfte und bestimmte Ausgaben, die steuerlich berücksichtigt werden können. Das Finanzamt berechnet anschließend deine tatsächliche Einkommensteuer und erlässt einen Steuerbescheid.

Good to know: Nicht jeder muss eine Steuererklärung abgeben. Ob du dazu verpflichtet bist, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Eine Abgabepflicht kann beispielsweise bei bestimmten Steuerklassenkombinationen, mehreren Arbeitgebern oder zusätzlichen Einkünften bestehen. Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, kann eine Steuererklärung freiwillig einreichen – und bekommt möglicherweise zu viel gezahlte Lohnsteuer zurück.

Katrin Bühner

Referentin Unternehmenskommunikation
katrin.buehner@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation
katrin.buehner@kskwn.de

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