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Bild: Pexels / Tima Miroshnichenko
EinblickeKarriereUnser Berufsleben4 min.

Mein duales Studium: Was ich im 4. Semester gerne früher gewusst hätte

Konstantina Neofitidou

Mittlerweile bin ich im 4. Semester meines dualen Studiums an der DHBW in Kooperation mit der Kreissparkasse Waiblingen. Wenn ich auf die ersten Semester zurückblicke, gibt es einige Dinge, die ich gerne schon zu Beginn meines Studiums gewusst hätte.

1. Jeder findet seinen eigenen Rhythmus

Gerade am Anfang habe ich mich oft daran orientiert, wie andere ihr Studium organisieren. Wann beginnen andere mit dem Lernen? Wie viele Stunden lernen sie? Wie bereiten sie sich auf Klausuren vor?

Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es nicht eine richtige Methode fürs Lernen gibt, die für jeden passend ist. Manche lernen bereits ab Beginn des Semesters die Vorlesungsinhalte am Abend, andere wiederum lernen 2-3 Wochen vor der Klausurenphase. Auch bei den Vorlesungen, Projektarbeiten oder der Praxisphase entwickelt jeder seine Strategie.

Nach vier Semestern weiß ich viel besser, was für mich funktioniert und was nicht.

Bild: Pexels / Tima Miroshnichenko

Mein Tipp

  • Du musst nicht jede Lernmethode übernehmen, nur weil sie bei anderen funktioniert
  • Nutze die ersten beiden Semester, um eine Lernstrategie zu finden, die für dich passt und wende diese für die zukünftigen Semester an

2. Zeitmanagement wird immer wichtiger

Zu Beginn meines dualen Studiums wusste ich bereits, dass die Kombination aus Studium und Praxis eine gute Organisation erfordert. Wie viele unterschiedliche Termine und Aufgaben tatsächlich zusammenkommen, merkt man aber erst, wenn man mittendrin steckt.

Im dualen Studium kommen viele Anlässe zusammen: Vorlesungen, Klausuren, Projektarbeiten, Praxisaufgaben und daneben gibt es auch noch ein Privatleben und private Termine.

Nicht jede Woche läuft so, wie man sie geplant hat, manchmal kommt noch eine Aufgabe dazu, eine Projektarbeit dauert länger als gedacht oder man braucht nach einem langen Tag einfach eine Pause.

Bild: Pixabay / Ralf

Mein Tipp

  • Frühzeitig planen und in der Praxisphase mit den Kollegen abstimmen
  • Deadlines direkt notieren und eine Erinnerung setzen
  • Aufgaben nicht bis zur letzten Woche aufschieben, sondern je nach Kapazität direkt abarbeiten

3. Fragen stellen ist keine Schwäche

Gerade am Anfang wollte ich so viel wie möglich selbstständig machen, man möchte schließlich nicht wegen jeder Kleinigkeit nachfragen.

Nach vier Semestern sehe ich das anders. Niemand erwartet von dir, dass du während deines dualen Studiums alles weißt oder kannst. Genau dafür bist du schließlich da, um zu lernen.

Gerade in der Praxis oder an der DHBW erhält man durch Fragenstellen wertvolle Hintergründe und Zusammenhänge, welche helfen, das Gesamtbild zu verstehen.

Bild: Pexels / Leelo

Mein Tipp

  • Stelle Fragen, wenn etwas unklar ist, das zeigt Engagement und dass du dich wirklich für das Thema interessierst
  • Versuche durch Fragen den Gesamtzusammenhang zu verstehen

Nach 4 Semestern weiß ich vor allem eines

Wenn ich meinem Ich aus dem ersten Semester heute etwas sagen könnte, wäre es wahrscheinlich: Mach dir nicht wegen allem so viele Gedanken, das schaffst du!

Nicht jede Klausur muss perfekt laufen, nicht jede Woche lässt sich bis ins Detail planen. Man darf Fragen stellen, seine Meinung ändern und bei manchen Dingen erst mit der Zeit herausfinden, was zu einem passt.

Studieren bedeutet nicht nur, fachlich immer mehr Wissen zu erlangen, es bedeutet auch, sich selbst besser kennenzulernen und mit jeder Theorie- und Praxisphase ein Stück sicherer zu werden, wie man seinen eigenen Weg gestalten möchte.

Konstantina Neofitidou

Duale Studentin im Studiengang BWL-Bank

Duale Studentin im Studiengang BWL-Bank

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