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WohnenmeinGeld5 min.

Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienkauf an?

Stefanie Stählin

Bevor du dich auf die Suche nach deiner Traum-Immobilie machst, solltest du wissen, was du dir leisten kannst.

Dabei darf aber nicht nur der Kaufpreis der Immobilie berücksichtigt werden: Es fallen weitere Kaufnebenkosten an, die ebenfalls eine nicht unbeachtliche Summe ausmachen.

Dieser Artikel verschafft dir einen Überblick über die Kaufnebenkosten, in welcher Höhe sie bei deiner Budgetplanung berücksichtigt werden sollten und zeigt dir ein kurzes Rechenbeispiel.

Kaufpreis und Renovierungen

Der größte Teil eines Immobilienkaufs liegt im Kaufpreis der Immobilie.
Hier solltest du realistisch betrachten, ob du Renovierungen durchführen möchtest und wie viel Kapital du dafür benötigst.

Plane unbedingt etwas Puffer ein: In der heutigen Zeit schwanken und vor allem steigen die Preise für z. B. Baumaterial sehr stark.

Kosten für Rechtsberatung

Nach der Einigung zum Verkauf wird ein Termin beim Notariat vereinbart.
Anschließend erhältst du einen Kaufvertragsentwurf.
Dabei geht es um erhebliche Summen und es muss auf viele Einzelheiten geachtet werden.
Daher kann es sinnvoll sein, eine Anwaltskanzlei mit der Überprüfung zu beauftragen.

Die Prüfung kostet ungefähr zwischen 500 Euro und 1.200 Euro.

Grunderwerbssteuer

Bei jedem Immobilienkauf fällt eine Grunderwerbssteuer an.
Zwar ist eigentlich sowohl die kaufende, als auch die verkaufende Partei steuerpflichtig, die Grunderwerbssteuer wird aber in der Regel dir als Käufer:in zugewiesen.

Sie beträgt zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. In Baden-Württemberg liegt die Grunderwerbssteuer bei 5 %.

Notar- und Grundbuchkosten

Zu deiner Absicherung werden Immobilienkäufe nur durch eine notarielle Beglaubigung wirksam.
Diesen Aufwand lässt sich das Notariat entschädigen.
Außerdem werden im Grundbuch verschiedene Eintragungen getätigt (z. B. Auflassungsvormerkung, Grundschuldbestellung, Eigentümerwechsel), welche du ebenfalls bezahlen musst.

Insgesamt kannst du mit ca. 2 % des Kaufpreises rechnen.

Maklerkosten

Der Immobilienmarkt ist sehr knapp und eine passende Immobilie zu finden ist gar nicht so einfach.
Deshalb kann es durchaus Sinn machen, Makler:innen zu beauftragen.
Doch auch beim Verkauf einer Immobilie macht die Zusammenarbeit Sinn: bei der komplizierten Abwicklung ist eine kompetente Ansprechperson mit viel Erfahrung Gold wert.

Die Gebühren schwanken je nach Region und können von jedem Maklerbüro selbst festgelegt werden.
In der Regel liegen sie zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises, zzgl. Umsatzsteuer.

Insgesamt solltest du also zusätzliche Kosten von 10 % bis zu 16 % einkalkulieren.

Anbei ein kleines Rechenbeispiel für eine Immobilie mit einem Kaufpreis von 500.000 Euro.

Die Kaufnebenkosten betragen im Beispiel 64.750 Euro, sprich 11 %.

Diese Nebenkosten solltest du im Bestfall von deinem Eigenkapital bezahlen können.
Es sind aber auch Abweichungen – bis hin zur Vollfinanzierung (eine Finanzierung ganz ohne Eigenkapital) – möglich.

Jetzt weißt du, welche Kaufnebenkosten anfallen und in welcher Höhe du sie in deiner Budgetplanung berücksichtigen solltest.

Stefanie Stählin

Referentin Unternehmenskommunikation

stefanie.staehlin@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation

stefanie.staehlin@kskwn.de

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