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Anleger-ABC: Anleihen und Rentenfonds

Eva-Maria Braschler

anleihen

Sie werden oft Rentenpapiere oder Bonds genannt, haben aber weder etwas mit 007 noch mit der gesetzlichen Rente zu tun. Die Rede ist von Anleihen.

 

Was sind Anleihen?

Diese festverzinslichen Wertpapiere werden an der Börse gehandelt und zeichnen sich durch regelmäßige Zinszahlungen aus. Die irreführenden Bezeichnungen beruhen auf sprachlichen Unterschieden: Die englische Bezeichnung für Anleihen lautet Bonds, das Wort Renten stammt aus dem Französischen und wird mit „regelmäßigem Einkommen“ übersetzt.

Wie funktionieren Anleihen?

Anleihen werden von Unternehmen oder Staaten ausgegeben (emittiert), um sich Geld an den Kapitalmärkten zu beschaffen, beispielsweise um Großprojekte zu finanzieren. Das Unternehmen oder der Staat ist bei diesem Kredit dann Schuldner, der Anleihe-Käufer ist Gläubiger. Es wird schriftlich festgehalten, wann der Schuldner seine Schulden zurückzahlt und wie viele Zinsen der Anleger für diese Geldanleihe erhält. Je höher das Risiko einer Pleite des Schuldners (Emittent der Anleihe) ist, desto höher ist zumeist der Zins. Diese Urkunden heißen Schuldverschreibungen oder auch Anleihen.

Bild: Eigene Darstellung

Für wen ist diese Form der Geldanlage geeignet?

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass sie für Anleger attraktiv sein kann, die Chancen auf regelmäßige Erträge und Kursgewinne suchen. Risiken lauern hingegen in der Vielzahl verschiedener Anleihen: Es gibt zahlreiche Bonds auf dem Markt, von vermeintlich sehr sicheren deutschen Staatsanleihen bis zu riskanten Hochzinsanleihen.


RENTENFONDS

Rentenfonds bieten für Anleger eine sehr bequeme Möglichkeit das Risiko zu streuen und in eine große Anzahl an Anleihen gleichzeitig zu investieren. Die Gelder der Anleger werden gesammelt, gebündelt und überwiegend in verzinsliche Wertpapiere investiert, die auch als Anleihen bekannt sind. Bei einem Rentenfonds übernimmt ein Fondsprofi für den Anleger die anspruchsvolle Auswahl aus der Vielzahl möglicher Wertpapiere. Er beobachtet den Anleihemarkt und kauft die aussichtsreichsten Rentenpapiere.

Der Anleger kann seine Fondsanteile grundsätzlich börsentäglich an seine Fondsgesellschaft zurückgeben. Obwohl Rentenfonds im Vergleich zu manch anderer Anlageform, wie zum Beispiel Aktien als relativ stabil gelten, unterliegen sie Kursschwankungen, insbesondere, wenn sich das Zinsniveau ändert oder wenn sich die Zahlungsfähigkeit der Emittenten verschlechtert.

Eva-Maria Braschler

Referentin Unternehmenskommunikation

eva-maria.braschler@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation

eva-maria.braschler@kskwn.de

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