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Anleger-ABC: Vermögensallokation bzw. Diversifikation

Eva-Maria Braschler

Was bedeutet „Diversifikation“?

Wenn es nach dem Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz geht, gibt es eine Regel, welche Kapitalanlegerinnen und Kapitalanleger stets beachten sollten.

Sie lautet: Lege nicht alle Eier in einen Korb.

Mit diesem bildlichen Vergleich veranschaulicht der US-amerikanische Ökonom, der für seine Portfoliotheorie später auch den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, dass Risikominimierung Risikostreuung bedeutet. Markowitz wies nämlich nach, dass das Risiko im Portfolio gesenkt werden kann, indem man die wechselseitige Wirkung (Korrelation) einzelner Anlagen bzw. Anlageklassen berücksichtigt.

Bildquelle: Adobe Stock – MicroOne

Für Anleger geht es folglich um die Aufteilung ihres Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, in der Fachsprache auch Vermögensallokation oder Diversifikation genannt. Das können beispielsweise Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Währungen sein. Wichtig zu wissen ist, dass Chancen und Risiken eines Portfolios von der Auswahl und Gewichtung der unterschiedlichen Wertpapiere abhängen. Am besten streut man die Investitionen über verschiedene Anlageklassen in unterschiedlichen Ländern und Branchen. Anleger reduzieren so das Risiko hoher Wertschwankungen in ihrem Depot im Vergleich zu einer Einzelanlage.

Bild: Eigene Darstellung

Beispiel

Anleger A, der nur in Autoaktien investiert, trägt ein größeres Risiko in seinem Portfolio als Anleger B, der neben Autowerten auch noch Finanz-, Pharma- und Konsumaktien besitzt.

Der Grund: Sollte es in der Autobranche zu einer Absatzschwäche kommen, werden die Autoaktien von Anleger A in Mitleidenschaft gezogen. Hingegen ist es nicht zwingend, dass die Aktien aus den anderen Branchen von Anleger B gleichermaßen im Kurs fallen.

–> Es ist daher hilfreich zu wissen, wie sich die anderen Branchen im Depot von Anleger B entwickeln, wenn die Autoaktien fallen.

Aber warum überhaupt den „Aktienkorb belegen“, wenn er Verlustgefahren birgt?

Ganz einfach: Die Historie zeigt, dass Aktien auf lange Sicht die höchsten Renditechancen aufweisen. Da nur die wenigsten Anleger die Möglichkeit haben, eine große Anzahl von Aktien, Anleihen und Immobilien zu kaufen und selbst zu verwalten, solltest du über Investmentfonds nachdenken. Schon ein einzelner Fonds kann weit mehr als 100 verschiedene Wertpapiere enthalten. Der Fondsmanager wacht permanent über die Zusammensetzung des Korbs und verfolgt dabei stets das Ziel, dass keines der Eier zu Bruch geht.

Take-home-message

  • Möchtest du langfristig Geld anlegen und vermeiden, plötzlich viel Geld zu verlieren, solltest du dein Vermögen möglichst breit auf mehrere Anlagen verteilen, sprich diversifizieren.

  • Diversifikation kann innerhalb einer Anlageklasse (beispielsweise Aktien), aber auch über Anlageklassen hinaus stattfinden.

Eva-Maria Braschler

Referentin Unternehmenskommunikation

eva-maria.braschler@kskwn.de

Referentin Unternehmenskommunikation

eva-maria.braschler@kskwn.de

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